Aktuelle Pressemeldungen

​​​​​​​Hier gibt es Neuigkeiten von der Thüringer Tourismus GmbH sowie aus dem Reiseland Thüringen

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Überschrift
Himmelsburg auf Reisen: Start für die Tour des Virtual-Reality-Projektes heute
2. Überschrift
Pressemitteilung vom 25.5.2022
Zusammenfassung / Teaser
Nach einem gründlichen Check beim Zoll wurde gestern der Container mit dem Virtual-Reality- Projekt „Himmelsburg“ am Kirchhofplatz in Schaffhausen (Schweiz) angeliefert. Vom 25. bis 29. Mai 2022 wirbt die Thüringer Tourismus GmbH mit der Installation im Rahmen des Internationalen Bachfestes für das Reiseland Thüringen und insbesondere für die lange Musik- und Bachtradition des Freistaates.
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„In den engen Gassen der Schaffhauser Altstadt war das Platzieren des Containers Präzisionsarbeit und erregte bereits viel Aufmerksamkeit bei den Passanten. Das lässt uns bereits jetzt auf eine große Nachfrage und auf ein interessiertes Publikum hoffen. “, freut sich Dr. Franz Hofmann, Geschäftsführer der Thüringer Tourismus GmbH. In der angrenzenden Kirche St. Johann befindet sich das Festivalzentrum des renommierten Festivals. 

Einmalige Zusammenarbeit 

Das einmalige Virtual-Reality Projekt ist das Ergebnis einer ambitionierten Zusammenarbeit der Thüringer Tourismus GmbH und des Thüringer Bachwochen e.V. In Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Erfurt, der Technischen Universität Berlin und dem Musik-Ensemble Cantus Thuringia & Capella konnte die 1774 durch einen tragischen Brand zerstörte Kapelle im Weimarer Stadtschloss nun als Virtual-Reality-Erlebnis wieder auferstehen. 

Phänomenales Erlebnis in Bild und Ton

Mithilfe von VR-Brille und Kopfhörern nehmen die Besucher im Container auf originalen Kirchenbänken Platz. Während der Aufführung können sich Himmelsburg-Besucher mittels Controller selbst an verschiedene Standorte in der Kapelle begeben. Möglich ist beispielsweise ein Wechsel zwischen den verschiedenen Ebenen der Kapelle - von der Kirchenbank bis hin zur Orgel. Für die Himmelsburg-Rekonstruktion wurde eigens Johann Sebastian Bachs Kantate BWV (Bach-Werke-Verzeichnis) 182 „Himmelskönig, sei willkommen“ vom Musikensemble Cantus Thuringia & Capella eingesungen. Dafür wurden hallfreie Aufnahmen an der TU Berlin gemacht und per Computer an die räumlichen Gegebenheiten der Himmelsburg angepasst. So wurde ein möglichst originalgetreuer Klang erzeugt. 

Der Eintritt für die virtuelle Zeitreise ist kostenfrei. Im Container selbst können insgesamt drei Gäste parallel die VR-Installation erleben. Jeweils 7 Minuten dauert eine Aufführung. Um den Container herum gibt es Infomaterial, Sitzgelegenheiten und Mitarbeiter der Thüringer Tourismus GmbH, die alle wichtigen Fragen rund um das Virtual-Reality-Erlebnis beantworten. 

Container auf Tour

Nach dem 29. Mai geht es weiter auf Tour für die Himmelsburg: das Bachfest Leipzig und das Musikfest Stuttgart sind die weiteren Reisestationen. Auf dem Tourneeplan stehen außerdem die Appenzeller Bachtage in St. Gallen (CH) sowie das Festival Oude Muziek in Utrecht (NL). Im Oktober 2022 wird die VR-Installation zur Himmelsburg in Erfurt bei den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit eine Rolle spielen.

Mehr Informationen zur Himmelsburg und zur Festival-Tour gibt es unter www.thueringen-entdecken.de/himmelsburg
Eine digitale Pressemappe mit Interviews und Fakten gibt es zudem unter https://presse.thueringen-entdecken.de. 

Historischer Hintergrund zur Himmelsburg

Zugleich als Gedächtnisort der Weimarer Herzöge wie als repräsentativer Rahmen für den Hofgottesdienst konzipiert, war der Name „Weg zur Himmelsburg“ Ausdruck eines sowohl architektonischen wie akustischen Programms. Dieses sollte die dargebotene Musik als Teil eines zwischen Himmel und Erde vermittelnden Aufstiegskonzeptes präsentieren. Entsprechend war der um 1660 von Christian Richter in einem berühmten Ölbild dargestellte hochaufragende Raum von einer zentralen vertikalen Achse geprägt, die sich über den massiv verlängerten Altaraufsatz bis in eine offene Musikgalerie weit über den Köpfen der Hofgesellschaft hinein erstreckte.Hier oben – in etwa 20 Metern Höhe – stand die für Bach extra umgebaute Orgel, und entlang der umlaufenden Emporenbrüstung dieser Capella waren seine Sänger und Instrumentalisten platziert. Zudem erklärt sich die besonders farbenreiche und durchsichtige Faktur von Kantaten wie Himmelskönig sei willkommen BWV 182, Nun komm der Heiden Heiland BWV 61 oder Komm du süße Todesstunde BWV 163 direkt aus der einzigartigen Bauweise dieser Schlosskapelle, kann Bachs klangsinnliche und sprachsensible Weimarer Tonsprache erst in Kombination mit diesem Raumerlebnis umfassend verstanden werden – ein bisher unwiederbringlicher Verlust, der jetzt durch die innovative Rekonstruktion der klanglichen Wirkungen und architektonischen Proportionen erstmals wieder dem authentischen Erlebnis angenähert werden kann.