Pressemappe Thüringer Tourismus GmbH zum Themenjahr "Wir hören uns in Thüringen. Musikland Thüringen 2020"

Wir hatten Sie alle in Thüringen, die Musik-Größen der letzten Jahrhunderte: Bach, Telemann, Wagner, Liszt, Schütz. Nur der eine war nie hier: Beethoven. Deutschland feiert im kommenden Jahr den 250. Geburtstag des Musikgenies - wir aber feiern das Musikland Thüringen! Musikalisch zwar ohne Beethoven, aber dafür mit authentischen Lebens- und Wirkungsorten großer Komponisten, Museen voller Musikgeschichte, inspirierenden Musik-Orten, renommierten Festivals und einer außerordentlichen Attraktion. 2020 heißt es: Musikland 2020: „Wir hören uns in Thüringen“.

Bach verbindet: Auf Spurensuche in Thüringen

Seine Musik wird einem nie zu viel, man wird nicht mit ihr fertig. Bach überrascht einen immer wieder – ganz besonders in Thüringen, wo man die Werke des großen Komponisten an originalen Orten erleben kann. Eine Spurensuche in Thüringen.

Die Toccata setzt ein. Und dann passiert es: Die Töne füllen nicht nur den Kirchenraum mühelos. Plötzlich wird alles groß und weit. Das Leben und die eigene Seele und auch der Moment hier, in der Bachkirche in Arnstadt. Wer von Bachs Musik einmal berührt wird, den lässt sie nicht mehr los.  Und besonders beeindruckend ist es, sie live zu hören, noch dazu an einem originalen Bachort in Thüringen. In Thüringen, wo der Komponist geboren wurde und wo er einen großen Teil seines Lebens verbracht hat, ist das rund ums Jahr möglich, sogar an Originalschauplätzen.

 

5 Fragen an Christoph Drescher, Geschäftsführer der Thüringer Bachwochen e.V.: „Bachs Musik überrascht mich immer wieder“

Christoph Drescher, 1977 geboren, ist Geschäftsführer und Festivalleiter der Thüringer Bachwochen. Er studierte Musikwissenschaften und Betriebswirtschaft. 1999 gründete er in Weimar eine Veranstaltungsagentur, mit der er in ganz Deutschland Konzerte unterschiedlicher Genres organisierte. Seit 2005 ist er Intendant und Festivalleiter der Thüringer Bachwochen.

Herr Drescher, was ist das Besondere an den Thüringer Bachwochen?

Unser Alleinstellungsmerkmal sind natürlich die zehn historischen Bachorte in Thüringen. Wir sind ein Festival mit über 50 Konzerten zur Osterzeit, mit denen wir das ganze Land zum Klingen bringen möchten. Für die Gäste ist es sehr spannend, Bach an authentischen Orten zu hören. Aber wir zeigen Bach auch in seiner Relevanz für heute, indem wir Cross-Over-Projekte machen, wo wir etwa Bach und Tanz kombinieren, Bach und Elektronik oder Bach und Jazz. Ich finde es wichtig, Bach als einen Komponisten darzustellen, der zwar vor 300 Jahren gelebt hat, der aber bis heute von großer Bedeutung ist. Welchen Musiker Sie auch fragen, egal, ob es um Klassik, Jazz oder auch um Pop-Musik geht – jeder hat eine Meinung zu Bach. Bach verbindet, Bach fasziniert und bereichert.

Wie ist es für internationale Stars, an originalen Bachorten zu spielen?

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Zeitreise ins Barock: Das Ekhof- Theater in Gotha entführt in eine andere Welt

Beim Ekhof-Festival auf Schloss Friedenstein in Gotha erleben die Zuschauer Oper und Konzerte in einem der schönsten historischen Theater der Welt.  

Der magische Moment dauert knapp sieben Sekunden: Eine Glocke bimmelt – und wie von Zauberhand verschieben sich mit leisem Geratter alle Kulissen: Die Felsen fahren heraus, der Wald wird hereingezogen. Nicht nur die Seitenteile wechseln, auch das Rückprospekt und die sogenannten Soffitten, die die Bühne nach oben abschließen. Schon vorbei – ohne Unterbrechung geht es weiter mit dem Operngenuss.

Vieles ist in der kleinen, barocken Welt des Ekhof-Theaters in Gotha noch wie damals, als Herzog Friedrich I. von Sachsen-Gotha-Altenburg das kleine, intime Theater erbauen ließ: die Bühne, unter der bis heute zwölf Kulissenschieber mit Hand betriebene Wellbäume und Seile bewegen, damit das Bühnenbild sekundenschnell wechseln kann. Und die historischen Opern und Theaterstücke mit barocken Kostümen, die während des jährlichen Ekhof-Festivals zwischen Ende Juni und Ende August aufgeführt werden. Im Jahr 2020 feiert das Theater übrigens den 300. Geburtstag von Hans Conrad Dietrich Ekhof, der als Schauspieler und Theaterdirektor in Gotha wirkte.

Werke von Hand sind Zeugnisse der Seele: Besuch bei Trompetenbauer Alexander Weimann in Kapellendorf

Das Leben einer Weimann-Trompete beginnt in einer kleinen Kammer, die auf den Hof führt: Alexander Weimann erhitzt mit einer Gasflamme ein Stück Blei und gießt das flüssige Metall in ein vorbereitetes, gerades Schallstück. Anschließend muss das Blech abkühlen, dann kann man es von Hand über ein rundes Holzstück in Trompetenform biegen und glatt hämmern. „Wir machen hier alles noch nach alter Tradition“, erzählt der 51-Jährige, der im kleinen Kapellendorf bei Weimar Instrumente fertigt, die in aller Welt Anklang finden.  

Etwa eine Woche Arbeit steckt in jeder seiner Trompeten – die meisten werden nach den Wünschen ihres späteren Besitzers im Auftrag gefertigt. Klingende Maßanzüge, könnte man sie nennen, mit einem ganz besonderen Markenzeichen: einer kleinen roten Schraube zwischen all dem vergoldeten Blech. „Trompeten zu bauen, gemeinsam mit Musikern Töne und Klänge zu entwickeln, das ist ein faszinierendes, schönes Zusammenspiel – und immer auch eine sinnliche Angelegenheit“, meint Alexander Weimann. Mittlerweile erklingen seine Trompeten und Flügelhörner made in Thüringen nicht nur in der Metropolitan Opera in New York, sondern beispielsweise auch bei Konzerten der Staatskapelle in Weimar oder beim Seoul Philharmonic Orchestra. Die Orchester-Liste auf der Website ist lang.

 

Eine Stadt tanzt und singt: Rudolstadt Festival – Weltmusik an der Saale

Das größte Folk- und Weltmusikfestival Deutschlands steigt jedes Jahr am ersten Juliwochenende im thüringischen Rudolstadt – 2020 mit dem Schwerpunkt „Deutschland“. Laute und leise Töne, kämpferische und melancholische Stimmen, bunte Tänze und coole Performances: Jedes Jahr am ersten Juliwochenende ist Rudolstadt besonders international und musikbegeistert. Zum größten Weltmusikfest Deutschlands kommen mittlerweile etwa 100.000 Besucher in die südthüringische Kleinstadt. Das musikalische Spektrum an der Saale reicht von Folklore bis Hip Hop, von Jazz bis Rock. Über 300 Konzerte mit Musikern aus rund 40 Ländern gibt es jährlich beim Rudolstadt Festival zu erleben! Die Musik spielt dann in der Altstadt, im benachbarten Heinepark und auf dem Gelände von Schloss Heidecksburg, das sich über der Stadt erhebt. Seit 2002 wird beim Rudolstadt Festival der Deutsche Weltmusikpreis RUTH verliehen – ein Event, das man nicht verpassen sollte. Sehr stimmungsvoll sind auch die Veranstaltungen in privaten Höfen und Gärten.

Musikland Thüringen: Wo der Jazz spielt

Die Jazzmeile im Herbst, Jazzclubs und ein einzigartiges Archiv – eine Spurensuche im ganzen Land.

Dixieland, Jam-Sessions und Crossover: Neben der klassischen Musik, geprägt von Komponisten wie Bach, Schütz und Liszt, spielt auch der Jazz in Thüringen eine wichtige Rolle. Jährlicher Veranstaltungs-Höhepunkt ist die Jazzmeile Thüringen mit mehr als 20.000 Besuchern und über 300 Veranstaltungen im ganzen Land. Dass Junge wie Alte zur Jazzmeile Thüringen kommen, ist auch ein Erfolg der Programmgestaltung. So sind Workshops für junge Jazzer, aber auch Konzerte mit besonders „angesagten“ Jazzstilen und -interpreten aus aller Welt fester Bestandteil der Jazzmeile Thüringen. Meist dauert sie von Anfang Oktober bis in den November hinein, das variiert jedes Jahr ein wenig. Die Geschichte des Jazz in Thüringen ist aber weitaus älter. Schon die Bauhaus-Kapelle, ein musikalischer Zusammenschluss damaliger Studenten am Staatlichen Bauhaus in Weimar, spielte vor etwa 90 Jahren Jazz und machte den amerikanischen Musikstil in Thüringen erstmals salonfähig.

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