Pressemeldungen

Aufwärtstrend in großen Reisegebieten

28.02.2020

„Das Bauhausjubiläum hat 2019 für den entscheidenden Wachstums- und Wahrnehmungsschub im Thüringer Tourismus gesorgt. Nun gilt es, diesen Schwung für 2020 mitzunehmen“, so Wirtschafts¬staatssekretärin Valentina Kerst. Dazu setze das Land weiter auf touristische Großereignisse mit hoher Strahlkraft wie die Bundesgartenschau (BUGA) 2021 in Erfurt, die impulsgebend für die nationale Wahrnehmung des Reiselandes Thüringen seien.

Mit Blick auf 2019 sieht die Wirtschaftsstaatssekretärin insbesondere das Bauhausjahr als Besuchermagneten, der zu einem merklichen Gästezuwachs in Thüringen geführt habe. Mit über 10 Millionen (10.349.729) stieg die Zahl der Übernachtungen um 5 Prozent; ebenso ist die Zahl der Besucher auf 4 Millionen und damit um 5,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. „Damit hat das Bauhausjahr für ähnliche Effekte wie das Lutherjahr gesorgt“, kommentiert Kerst die aktuellen Zahlen.

Die positiven Auswirkungen spiegeln sich insbesondere in den Gästezahlen der Städte Eisenach, Erfurt, Jena und Weimar, die sich einmal mehr als Motor der touristischen Entwicklung im Freistaat erwiesen haben.  Mit über 1,4 Millionen Gästen stieg die Zahl hier um knapp 10 Prozent, die Zahl der Übernachtungen mit 2,57 Millionen um knapp 11 Prozent. Rund 270.000 Besucher wollten allein das neue Bauhaus-Museum Weimar sehen. Ein deutliches Plus gegenüber dem Jahr 2018 konnte auch der Thüringer Wald verbuchen (über 4 Prozent). Hier stiegt die Zahl der Gästeankünfte um 56.000 und die der Gästeübernachtungen um 193.000. Auch die Übernachtungszahl der ausländischen Gäste ist nach dem großen Erfolg im Lutherjahr wieder um 9 Prozent – und damit deutlich im Vergleich zum Vorjahr – angestiegen. „Mit diesem Jahreswert hat Thüringen das größte Übernachtungswachstum ausländischer Gäste bundesweit erzielt“, sagt Bärbel Grönegres, Geschäftsführerin der Thüringer Tourismus GmbH.

Laut Statistischem Bundesamt verzeichneten auch die Beherbergungsbetriebe in Deutschland insgesamt 3,7 Prozent mehr Übernachtungen als im Jahr zuvor. „Von solch einem positiven Umfeld profitiert natürlich das Reiseland Thüringen“, erläutert Grönegres. „Und mit Stolz können wir sagen, dass Thüringen mit erstklassigen Urlaubsgebieten und Reiseanlässen wie dem Bauhausjahr zu diesem Erfolg beigetragen hat.“ Die 10-Millionen-Marke nimmt Grönegres zum Anlass für eine weitreichendere Tourismus-Bilanz seit Gründung der Thüringer Tourismus GmbH: „Von 1997 bis Ende 2019 verzeichnete Thüringen ein Übernachtungsplus von insgesamt 36 Prozent – und das trotz einem Minus von mehr als 6.000 angebotenen Betten. Andere Bundesländer wie beispielsweise Mecklenburg-Vorpommern verbuchten zwar in der gleichen Zeit ein höheres Übernachtungsplus, hatten aber auch einen Bettenzuwachs von rund 75 Prozent. Insofern haben die Thüringer Beherbergungsbetriebe in den letzten 23 Jahren mit weniger trotzdem mehr erwirtschaftet.“  

Kerst: „Landestourismusstrategie wird mit Nachdruck umgesetzt“

Themenjahre böten zwar wichtige Impulse, langfristig müsse es aber das Ziel sein, die damit ausgelöste positive Entwicklung grundsätzlich zu verstetigen, führt Kerst fort. Qualität der Betriebe, gute Bedingungen für Fachkräfte und digitale Präsenz seien relevant für die nachhaltige positive Entwicklung des Thüringer Tourismus. In Zusammenarbeit mit der TTG setzt das Wirtschaftsministerium daher die Tourismusstrategie 2025 weiterhin mit Nachdruck um. „Seit 2017 konnten wir so schon einige Weichen stellen oder Ziele erreichen“, betont Kerst weiter.

Der Freistaat Thüringen hat 2019 kräftig in die touristische Infrastruktur investiert. Allein 63,3 Millionen Euro sind in 33 Projekte in Thüringen geflossen. Neue Hotelprojekte und damit die Steigerung der Betten-Kapazitäten sind aber auch in Zukunft unumgänglich, um Thüringens touristisches Potential weiter auszuschöpfen. Mit der LEG betreibt der Freistaat bereits seit zwei Jahren ein intensives Ansiedlungsmanagement im Bereich touristischer Investitionen. Projekte wie die Übernahme des Panorama-Hotels in Oberhof durch die Berliner Ahorn-Gruppe, der Bau des Premium-Hotels der „Family Hotel“-Gruppe in Oberhof, das neue Messehotel in Erfurt oder der im vergangenen September begonnene Bau der „Manoah-Ferienhäuser“ im Thüringer Corporate Design zeigen, dass es in diesem Bereich viel Bewegung gibt. „Mit Blick auf 500 neue Betten im Familienhotel in Oberhof oder die geplanten 2.000 zusätzlichen Betten in Erfurt sind wir also auf einem guten Weg“, so Kerst.

In mehreren „Barcamps“ zum Tourismus ist das Wirtschaftsministerium seit letztem Jahr in verschiedenen Thüringer Regionen mit der jungen Generation aus dem Bereich Hotellerie und Gastronomie im Gespräch, um mit ihnen über Themen wie Qualität, Service und gute Arbeitsbedingungen zu sprechen, Ideen zu diskutieren und Lösungen zu erarbeiten. Zudem sind verschiedene Initiativen zur Unternehmensnachfolge und zur Fachkräftesicherung im Gastgewerbe gemeinsam mit der DEHOGA Thüringen angelaufen.

Digitale Präsenz – vor und während der Reise – ist eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung der touristischen Angebote in Thüringen. Mit der Fertigstellung und der flächendeckenden Einführung der Tourismusdatenbank „Thüringer Content-Architektur Tourismus“ (ThüCAT) in den Jahren 2020 und 2021 kann nochmal ein deutlicher Akzent gesetzt werden.

Ihr Ansprechpartner

Mandy Neumann

Mandy Neumann
Presse-/ Öffentlichkeitsarbeit

Thüringer Tourismus GmbH
Postfach 900407
99084 Erfurt

Telefon: +49 (0) 361 3742 219
Fax: +49 (0) 361 3742 299

Ihr Ansprechpartner

mitarbeiterbild-theresa

Theresa Wolff
Presse-/ Öffentlichkeitsarbeit

Thüringer Tourismus GmbH
Postfach 900407
99084 Erfurt

Telefon: +49(0) 0361 3742 240
Fax: +49(0) 361 3742 299

Anmeldung Pressedienst

Gerne nehmen wir Sie in unseren Verteiler für den Pressedienst "Thüringen Tipps" auf. weiter

Pressemappe anfordern

Hier können Sie eine Pressemappe mit allgemeinen Presseinformationen anfordern. weiter