Pressemeldungen

Tiefensee: Thüringen-Tourismus geht optimistisch ins Bauhausjahr 2019

25.02.2019

Das Bauhaus als Besuchermagnet: „Der Thüringen-Tourismus geht mit großem Optimismus ins Jahr 2019“, sagte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute in Erfurt anlässlich der Vorstellung der geplanten Thüringen-Präsentation auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB Berlin). Dabei setzt das Land stark auf das 100-jährige Gründungsjubiläum des Bauhauses – der weltweit einflussreichsten Kunst- und Gestaltungsschule, die 1919 im thüringischen Weimar gegründet wurde. „Ich bin überzeugt: Das Bauhausjahr wird für einen neuen Wachstumsschub im Thüringen-Tourismus sorgen.“ Schon jetzt hätten mehr als 70 Reiseveranstalter aus dem deutschsprachigen Raum entsprechende Bauhaus-Touren nach Thüringen in ihr Programm aufgenommen. „Das stimmt mich zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr wieder an das touristische Rekordergebnis des Reformationsjubiläums 2017 anknüpfen können.“

Am Thüringenstand auf der ITB in Berlin gibt es vom 6. bis zum 10. März fünf Themeninseln mit Infos und Angeboten zum regionalen Kultur-, Städte-, Natur- und Wellnesstourismus. Dabei spielen das Bauhausjubiläum sowie die Eröffnung des Neuen Bauhaus-Museums am 6. April in Weimar eine zentrale Rolle. Daneben wirbt Thüringen hier auch schon als „Musikland 2020“ für sich. Diesem Thema ist die fünfte Themeninsel am ITB-Stand gewidmet. Im Jahr 2020 feiert das Reiseland Thüringen seine Musikgeschichte und alle wichtigen Personen und Orte, die damit in Verbindung stehen. Auf der ITB sorgen sogenannte Soundduschen sowie eine virtuelle Bildergalerie der Thüringer Musiklandschaft für ein musikalisches und optisches Highlight. Zudem wird auch das Projekt „Bach in Thüringen entdecken“ mit am Musikland-Stand vertreten sein.

Insgesamt präsentiert sich das Reiseland auf 620 Quadratmetern mit insgesamt 19 Ausstellern. Organisiert wird der Thüringen-Auftritt in Halle 11.2., Stand 103, von der Thüringer Tourismus GmbH (TTG) und dem Thüringer Wirtschaftsministerium in Kooperation mit regionalen Tourismus-Partnern. Die ITB ist mit rund 10.000 Ausstellern aus 184 Ländern die Leitmesse der weltweiten Reisebranche und wird jedes Jahr von rund 169.000 Fach- und Privatinteressenten besucht.

Neben der Vorstellung der aktuellen ITB-Planungen zog der Wirtschaftsminister auch eine Bilanz des Tourismusjahres 2018. Mit insgesamt 3,84 Millionen Gästeankünften und 9,86 Millionen Übernachtungen blicke der Tourismus in Thüringen – trotz leichter Rückgänge – auf eine insgesamt stabile Entwicklung zurück, so der Minister weiter. 2017 hatte das Reformationsjubiläum mit 3,87 Millionen Ankünften und 9,93 Millionen Übernachtungen für einen neuen Rekord im Thüringen-Tourismus gesorgt.

„An diese Spitzenwerte konnten wir 2018 zwar nicht anknüpfen, aber wir haben das Niveau in etwa gehalten“, so Tiefensee. Dass dies nicht ganz einfach gewesen sei, zeigen nicht zuletzt die Gästeankünfte aus dem Ausland: Stiegen diese 2017 noch um rund zehn Prozent, gingen sie im Jahr 2018 wieder auf den Ausgangswert vor dem Reformationsjubiläum zurück und sorgten so für einen sichtbaren Einschnitt in der Gästestatistik. Im Vergleich zu 2016 jedoch – dem Jahr vor dem „Luthereffekt“ – kann der Thüringen-Tourismus 2018 dagegen deutliche Zuwächse verbuchen: ca. +2 Prozent bei den Ankünften und ca. +1 Prozent bei den Übernachtungen. Das macht ein Plus von 120.000 in der Übernachtungsstatistik.

„Der Tourismus in Thüringen hat großes Potential“, so der Minister. „Mit der Umsetzung unserer Tourismusstrategie, mit der wir 2017 begonnen haben, geben wir zusätzliche Impulse, damit diese Potentiale künftig weiter ausschöpft werden können. Ich bin davon überzeugt, dass unser Ansatz richtig ist und sich langfristig auszahlt.“ Dabei werde man zwar weiter auch auf Jahresthemen und bestimmte kulturelle Höhepunkte setzen. „Aber vorrangig geht es um andere Faktoren, bei denen wir vorankommen müssen – insbesondere gute Qualität, attraktive Angebote und Investitionen in hochwertige Gastronomie und Hotellerie.“

Ein Beispiel: Über viele Jahre fehlte in Thüringen ein proaktives, touristisches Ansiedlungsmanagement. Die Folgen bekommt der Thüringer Wald im Vergleich zu anderen Mittelgebirgsregionen inzwischen zu spüren. Wie eine Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr e.V. (dwif) zeigt, übernachten rund 60 Prozent der Gäste im Thüringer Wald in Hotels. „Um also die Gästestatistik im Thüringer Wald langfristig positiv zu beeinflussen und den Wünschen der Urlauber zu entsprechen, sind Neu-Investitionen mit einer großen Strahlkraft in die richtigen Betriebstypen, nämlich Hotels und Ferienparks, nötig“, sagt auch Bärbel Grönegres, Geschäftsführerin der Thüringer Tourismus GmbH. Dafür soll ein Akquisitionsteam bei der LEG Thüringen sorgen, das mit der Umsetzung der neuen Landestourismusstrategie inzwischen eingerichtet wurde. Projekte wie die Übernahme des Panorama-Hotels in Oberhof durch die Berliner Ahorn-Gruppe (Kernkompetenz Ferienhotellerie) oder der Bau des Premium-Hotels der „Family Hotel“-Gruppe in Oberhof zeigen, dass es in diesem Bereich inzwischen auch Bewegung gibt. Allein durch den Bau des geplanten Family Hotels kann der Thüringer Tourismus mit jährlich gut 100.000 Übernachtungen mehr im Thüringer Wald rechnen.

Neben der Akquisition sieht die Tourismusstrategie aber eine Vielzahl weiterer Maßnahmen vor. So wurde z.B. die gewerbliche Tourismusförderung neu ausgerichtet, das Thüringer Kommunalabgabengesetz für die Erhebung eines Tourismusbeitrags geöffnet und neue Marketinginstrumente entwickelt. Zudem sind verschiedene Initiativen zur Unternehmensnachfolge und Fachkräftesicherung im Gastgewerbe angelaufen. Im Bereich der Digitalisierung wird mit Hochdruck an der Umsetzung der neuen Thüringer Content-Architektur – einer touristischen Datenbank – gearbeitet. Auch die Straffung der touristischen Verbändestrukturen laufe. Zudem soll 2019 das touristische Förderkonzept noch einmal grundlegend überarbeitet werden, um insbesondere die Finanzierung von Marketing, Organisationen und bestimmten Infrastrukturen zu bündeln und zu straffen.

Investitionen mit überregionaler Strahlkraft sind auch im Urlaubsgebiet rund um das Thüringer Meer ein aktuelles Thema – und das ebenfalls auf der ITB. Am 6. März sprechen die beiden Investoren Fredi Vogler und Sascha Horn gemeinsam mit Wirtschaftsministerium, LEG und TTG über ihre angedachten Investitionen in der Region. Vogler will an der Bleilochtalsperre die „Saaleland Ferienhäuser“ realisieren und Sascha Horn plant, sein Übernachtungsangebot erweitern. Er betreibt seit 2018 die schwimmenden Ferienboote „Treibhouse“ bei Saalburg.

Wichtige Termine und Aktionen am Stand:

• 06.03.2019, 16 Uhr: Get-together am Thüringen Stand

• 06.03.2019, 14 Uhr: Investorengespräch zum Thüringer Meer in der Media-Lounge

• 07.03.2019: Besuch des Thüringer Wirtschaftsministers Wolfgang Tiefensee auf der ITB

• 07.03.2019, 10.45 Uhr: Gemeinsame Pressekonferenz der Länder Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt in der Funkturmlounge

• 09. & 10.3.2019: Bauhaus-Inszenierungen vom Modetheater „Gnadenlos Schick“

Ihr Ansprechpartner

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Mandy Neumann
Presse-/ Öffentlichkeitsarbeit

Thüringer Tourismus GmbH
Postfach 900407
99084 Erfurt

Telefon: +49 (0) 361 3742 219
Fax: +49 (0) 361 3742 299

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Theresa Dunkel
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Kerstin Neumann (zur Zeit in Elternzeit)
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