Stadtschlendern durch Erfurt

Auf Städtetrip durch Thüringens Landeshauptstadt

Erfurt "liegt am besten Ort. Da muß eine Stadt stehen", urteilte einst der Reformator Martin Luther, als er über die Handelsmetropole berichtete. Und auch heute noch bietet die sympathische und facettenreiche Landeshauptstadt Thüringens eine große Themenvielfalt.

Krämerbrücke, Dom, Alte Synagoge – die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt hat viele Kulturschätze. Und dazu ein wunderbar junges, studentisches Flair. Eine gute Mischung für alle, die beim Schlendern und Bummeln gern Städte entdecken: Denn in Erfurt findet man einen wunderbaren mittelalterlichen Stadtkern – mit vielen netten Läden, Cafés und Restaurants.

Eines der größten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtzentren Deutschlands 

Die mehr als 1.250 Jahre alte Landeshauptstadt Thüringens Erfurt zeigt das Mittelalter in Stein gehauen und verfügt über eines der größten und am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtzentren in Deutschland. Das finden im Übrigen auch die Leser der Zeitschrift TRAVELBOOK. Sie wählten Erfurts Altstadt 2019 auf Platz 3 der schönsten Altstädte Deutschlands. Nicht entgehen lassen darf man sich die eindrucksvolle Kulisse des Erfurter Doms St. Marien und der Kirche St. Severi bis zu den Fachwerkhäusern am Domplatz, die mit Häusern bebaute Krämerbrücke - vollständig erhalten und die längste ihrer Art in Europa oder die prunkvollen Stadthäuser am Fischmarkt, um nur eine Handvoll der eindrucksvollen Sehenswürdigkeiten in Erfurt, der Landeshauptstadt Thüringens zu nennen. 

Spaziergang über die Krämerbrücke in Erfurt 

Ein Spaziergang über die Krämerbrücke stellt ein besonders eindrucksvolles Erlebnis dar. Diese zunächst aus Holz hergestellte und 1325 dann aus Stein errichtete Brücke verband die Siedlungen und Märkte auf dem rechten und linken Ufer der Gera. Die schmale, kopfsteingepflasterte Straße ist auf beiden Seiten von schmalen Häusern gesäumt. Generationen von Händlern und Handwerkern lebten und leben weiterhin auf dieser Brücke, über 50 sind es aktuell. Auf der historischen, beidseitig bebauten Brücke des Mittelalters, finden sich in 32 Häuser Künstler und Kunsthandwerker aller Coloeur. Jeder für sich präsentiert, fertigt oder bietet das Beste seines Bereiches an. Viele der Krämer wurden bereits mehrfach ausgezeichnet und gelten als Experten oder Signifikant in ihrem Fach. Erstmalig seit Bestehen der 700 Jahre alten Brücke, präsentieren sich zukünftig die Krämer gemeinschaftlich digital. Über 40 einzelne Geschäfte, Ideen, Läden oder Netzwerke auf 125 Meter langer Brücke sind online in 360 Grad-Ansicht erlebbar. Zukünftig wird so in außergewöhnlicher Weise ein Besuch der Kramläden auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. www.kraemerbruecke-erfurt.de 

BUGA ist Höhepunkt 2021

Das touristische Highlight und Schwerpunkt für das Themenjahr in Thüringen ist die Bundesgartenschau Erfurt 2021 vom 23. April bis 17. Oktober 2021. Gartenschauen sind seit 1865 eng mit Erfurt verbunden. 2021 kehrt diese Tradition als Bundesgartenschau Erfurt 2021 in ihre Heimat zurück und präsentiert sich auf zwei einzigartigen Erfurter Ausstellungsflächen – dem geschichtsträchtigen Petersberg und Thüringens Garten, dem egapark. Zur BUGA 2021 begrüßt ein 80.000 m² großes Blütenmeer die Besucher in Erfurt. Auf dem BUGA-Ausstellungsgelände egapark beeindrucken ca. 15.000 m² Wechselflor im jahreszeitlichen Wechsel die Besucher. Nach den Entwürfen von namhaften Garten- und Landschaftsplanern werden Stauden- und Wechselflorflächen sowie Themengärten komplett neugestaltet. Pünktlich zur BUGA eröffnet das einzigartige Wüsten- und Urwaldhaus Danakil. 

Erfurts Bundesgartenschau hat noch einen zweiten, besonderen Standort: den Erfurter Petersberg, die größte barocke Festung Europas. 2021 wird der Berg oberhalb der lebhaften Altstadt für 171 Tage völlig neu in Szene gesetzt und viel von seiner spannenden, mehr als 1000-jährigen Geschichte preisgeben. Dazu gehören unter anderem die Gärten der Epochen, besondere Ausstellungsbeiträge im Festungsgraben, die an die historische Wiege des Gartenbaus in Erfurt erinnert. In der Defensionskaserne wirbt der Freistaat Thüringen für das Reiseland. Die Schönheit der Gärten und Parks in Thüringen wird Thema einer neuen Ausstellung sein, die zur BUGA in der Peterskirche gezeigt wird. 

Erfurt war und ist Mittelpunkt des Jüdischen Lebens in Thüringen 

Das Herz des jüdischen Lebens in Thüringen war damals wie heute die Landeshauptstadt Erfurt: Die Stadt war im Mittelalter eine der größten Siedlungen des Heiligen Römischen Reiches, ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum an der Kreuzung wichtiger Handelswege. Ab dem späten 11. Jahrhundert gab es dort auch eine jüdische Gemeinde, die über eine Synagoge, einen Friedhof und über eine Mikwe verfügte. In Erfurt haben viele Zeugnisse jüdischen Lebens überdauert und rücken so die besondere Geschichte der jüdischen Gemeinden seit dem Mittelalter ins Rampenlicht. Dazu zählt z. B. die Alte Synagoge, die mittelalterliche Mikwe zu Erfurt sowie der alte und neue jüdische Friedhof. Die Alte Synagoge wurde 1094 errichtet und gehört somit zu den ältesten Synagogen Europas. Da sie in den vergangenen Jahrhunderten für viele verschiedene Zwecke genutzt wurde – zuerst als Lager, später als Gaststätte und Tanzsaal – hatte man sie im Dritten Reich nicht als solche erkannt und nicht zerstört, so dass sie sich heute in einem außerordentlich guten Zustand befindet. Heute beherbergt sie unter anderem den sogenannten Erfurter Schatz und die größte bekannte mittelalterliche Tora. In der Sonderausstellung „Mit diesem Ring … – Jüdische Hochzeit im Mittelalter“ vom 29. Oktober 2020 bis 14. März 2021 werden neben dem einzigartigen Hochzeitsring noch weitere Exponate, die man in den Kontext von Liebe, Hochzeit und Ehe stellen kann, gezeigt.  

Bewerbung um UNESCO-Welterbetitel 

In der in großen Teilen intakten mittelalterlichen Altstadt von Erfurt haben sich einmalige bauliche Zeugnisse der bedeutenden jüdischen Gemeinde aus der Zeit zwischen dem ausgehenden 11. und der Mitte des 14. Jahrhunderts erhalten. Ergänzt und aufgewertet werden die Bauzeugnisse durch eine weltweit einzigartige Fülle von Exponaten die gemeinsam Aufschluss über das jüdische Gemeinde- und Alltagsleben sowie die Koexistenz von Juden und Christen in mittelalterlichen Städten bieten – in einer Komplexität, die mit keiner bekannten Stätte vergleichbar ist. Aus diesem Grund bewirbt sich die Thüringer Landeshauptstadt Erfurt für ihr jüdisches Erbe des Mittelalters um den Titel "UNESCO-Welterbe". 

Mehr Informationen gibt’s bei der Thüringer Tourismus GmbH unter der Rufnummer +49 (0) 361-37420, per Email an service@thueringen-entdecken.de und unter www.thueringen-entdecken.de.

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