Charmantes Weimar

Park- und Gartenreise durch die Epochen

Weimar verdankt seinen mit Kultur, Kunst und Moderne verbundenen Ruf vielen berühmten Persönlichkeiten: den Dichtern der deutschen Klassik Goethe und Schiller, den Musikstars Johann Sebastian Bach und Franz Liszt und den Avantgardisten des Bauhauses. 2021 steht dennoch keiner von ihnen allein im Mittelpunkt, sondern Weimars Parks und Gärten.

Sechs von ihnen sind Außenstandorte der Bundesgartenschau 2021. Mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm bieten sie Anlass für eine ausgedehnte Entdeckungsreise.

Seit jeher genießen Besucher die Parklandschaften. 2021 werden sie vom Jahresthema der Klassik Stiftung Weimar „Neue Natur“ vielfach in den Mittelpunkt gestellt und laden zu einer Park- und Gartenreise durch die Epochen ein. Neu und modern konzipierte Ausstellungen, das Besucherzentrum im Park an der Ilm, das Fest „Weimarer Gartenlust“ in Belvedere zum Einzug der Orangenbäume sowie zahlreiche Spaziergänge, Vorträge und Möglichkeiten der Interaktion erwarten die Besucher ab 17. April 2021. 

Ein besonders der Stadt, der Landschaft und den Dörfern um Weimar verbundener Bauhaus-Meister wäre 2021 150 Jahre alt geworden: Deshalb ist dem Deutsch-Amerikaner Lyonel Feininger ebenfalls ab 17. April eine Sonderausstellung im Bauhaus-Museum „Natur und Bauhaus“ gewidmet. Zahlreiche Angebote wie Stadtführungen und Touren entlang des Feininger-Radweges ermöglichen eine Entdeckungsreise auf den Spuren des Künstlers. 

Zu den immer beliebten Weimarer Attraktionen gehören die Zeugnisse der Klassik wie die Dichterhäuser, die prächtigen Schlösser sowie die Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Diese Sehenswürdigkeiten wie auch die Stätten des Bauhauses, das von Walter Gropius 1919 in Weimarer gegründet wurde, tragen das UNESCO-Welterbe-Zeichen. Insgesamt sind es 14 Ensemble, die deutsche Kunst- und Kulturgeschichte widerspiegeln.

Die Moderne und die Zeit der Weimarer Republik werden in drei neu eröffneten Museen gezeigt. Dort, wo alles begann, wird die Gründungsgeschichte des Bauhauses im gleichnamigen Museum erzählt. In direkter Nachbarschaft hat die Weimarer Moderne ein eigenes Museum bekommen: Im Museum Neues Weimar werden die Vorreiter des Bauhauses mit der Ausstellung „Kunst und Design um 1900“ gewürdigt. Dem Aufbruch in die erste deutsche Demokratie von 1919 widmet man sich im ebenfalls neu eröffneten „Haus der Weimarer Republik“.

Geprägt ist Weimar aber auch von der Zeit des Nationalsozialismus: Die Erinnerung an die Verbrechen zwischen 1933 und 1945 wird im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald wach gehalten. Rund 500.000 Besucher kommen jährlich in die Gedenkstätte, um neben dem Lager auch die Dauerausstellung „1937 bis 1945“ zu besichtigen.

Weimars Gäste sind dennoch nicht nur auf Museumspfaden unterwegs. Große Kunst und leichte Muse, Konzert und Theater, Ausstellungen und Performances wechseln sich ab. Der Festivalreigen wird im April mit den Thüringer Bachwochen eröffnet, es folgen das Kleinkunstfestival im Köstritzer Spiegelzelt im Mai/Juni und das Pfingstfestival auf Schloss Ettersburg. Von Juni bis August gibt es im „Weimarer Sommer“ Open-Air-Konzerte auf der Seebühne im Weimarhallenpark oder lädt das Kunstfest ein. Im Herbst lockt Thüringens ältestes Stadtfest der Weimarer Zwiebelmarkt. Wie die Weimarer Weihnacht ist er beliebter Reiseanlass für Besucher. 

Die Besucher genießen auch die kulinarische Seite der Stadt:  Die Thüringer Bratwurst ist die traditionelle Antwort auf Fastfood & Co, die Thüringer Klöße sind ein Muss. Das Weimarer Bier, der Wein vom Poetenweg – vieles gilt es zu kosten.
 
Tourist-Information Weimar, Tel: +49 3643 745-0, tourist-info@weimar.de  www.weimar.de.

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