Fast tausendjährige Geschichte

UNESCO Weltkulturerbe Wartburg

Als erste deutsche Burg wurde sie in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen: die Wartburg in Eisenach. Sie wurde über Jahrhunderte geprägt von weltweit bedeutenden Ereignissen und Persönlichkeiten.

Namen wie Walther von der Vogelweide, die Heilige Elisabeth von Thüringen, Richard Wagner und Johann Wolfgang von Goethe trugen zu ihrer monumentalen historischen Bedeutung bei. Sie gehört zu den am besten erhaltenen Profanbauten der Spätromanik nördlich der Alpen und war unter anderem Vorbild für das romantische Schloss Neuschwanstein in Bayern. 

Martin Luther auf der Wartburg

Ein universelles Ereignis ist zweifelsohne der Aufenthalt Martin Luthers: 1521 fand der geächtete Reformator Zuflucht hinter den Burgmauern und begann mit der Übertragung des Neuen Testaments aus der griechischen Urfassung ins Deutsche. Die Lutherstube, authentische Wohn- und Arbeitsstätte des Reformators, ist seither Ziel unzähliger Pilger. Sie gilt als Keimzelle der deutschen Schriftsprache. 2022 feiert die Wartburg und ganz Thüringen das 500-jährige Jubiläum der Übersetzung des Neuen Testaments unter dem Motto: „Welt übersetzen. Sprache lesen, hören, sehen in Thüringen“. Höhepunkt ist dabei die Ausstellung „Luther übersetzt. 500 Jahre Neues Testament auf der Wartburg“, die vom 4. Mai bis 6. November 2022 zu sehen ist. Die Arbeit an den Inhalten der Heiligen Schrift in ihrer theologischen Dimension und mit Mitteln der Sprache wird in der Ausstellung ebenso anhand von originalen Quellen wie durch medial aufbereitete Beispiele verdeutlicht. Besucher sollen auf informativ-unterhaltsame und interaktive Weise mit der Problematik und mit der Geschichte des Übersetzens vertraut gemacht werden. 

Musiktradition auf Wartburg 

Im Mittelalter fand auf der Wartburg auch der legendäre Sängerkrieg statt. Auch heute ist die Burg renommierter Veranstaltungsort: Die einzigartige Akustik des Festsaals beeindruckt Musikliebhaber aus aller Welt. Die Aufführungen der Wagner-Oper “Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg” sind legendär – schließlich erlebt man diese romantische Oper am authentischen Ort. Auch für das größte Musikfestival Mitteldeutschlands – den MDR Musiksommer – ist die Wartburg traditionsreiche Spielstätte. 

Burschenschaftstreffen im 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert kamen Studenten aus ganz Deutschland mit dem Ziel zur Wartburg, die deutschen Kleinstaaten zu vereinen. Auf diesen Gipfeltreffen wurden die Farbe und die Gestaltung der deutschen Flagge beschlossen.

Besuch der Wartburg 

Ein Aufstieg zu Fuß, oder für die Kleinen auf dem Rücken eines Esels, wird zudem belohnt mit grandiosen Ausblicken ins Thüringer Umland. Und wer an den Adventswochenenden den Weg auf den Burgberg findet, kommt in den Genuss des historischen Weihnachtsmarktes, der fast vergessene Handwerkskünste präsentiert: Kerzenzieher, Gewandmeisterinnen, Laternenbauer, Seifensieder, Steinmetze, Kräuterfrauen, Zinngießer und fahrende Händler bieten ihre Waren feil. Bei einer Führung durch die Räume der Wartburg und dem Besuch des Museums mit den berühmten Gemälden aus der Hand Lucas Cranachs, wertvollen Bildteppichen, Plastiken Tilmann Riemenschneiders, Kunsthandwerk der Renaissance und qualitätvollem Mobiliar sind auf jedem Schritt Geschichte, Kultur und Kunst Begleiter. Die Burg kann nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigt werden, für die auch Audioführer in einer Reihe von Sprachen erhältlich sind. Unmittelbar an der Wartung steht mit dem Wartburg Hotel und seinen fünf Sternen eine ganz besondere Übernachtungsmöglichkeit bereit.

Mehr Informationen gibt’s bei der Thüringer Tourismus GmbH unter der Rufnummer +49 (0) 361-37420, per Email an service@thueringen-entdecken.de und unter www.thueringen-entdecken.de.

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