Charmantes Weimar

Cranach-Bilder kehren zurück

Weimar verdankt seinen mit Kultur, Kunst und Moderne verbundenen Ruf vielen berühmten Persönlichkeiten: den Dichtern der deutschen Klassik Goethe und Schiller, den Musikern Johann Sebastian Bach und Franz Liszt sowie den Avantgardisten des Bauhauses. An die Zeit der Reformation erinnern Cranachs Werke, die 2022 am exklusiven Ort gezeigt werden.

Cranachs Bilderfluten

Aus dem Depot in den Festsaal: Berühmte Werke aus der Cranach-Werkstatt ziehen ab 4. Juni 2022 in den Renaissancesaal der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Sie waren nicht mehr zu besichtigen, seit das Weimarer Stadtschlosses 2018 für einen umfassenden Umbau geschlossen wurde. Eine Heimkehr, denn einige der Gemälde waren schon vor 450 Jahren dort zu Hause. Begleitet wird die Ausstellung von digitalen Angeboten wie auch einer interaktiven Station zur berühmten Luther-Bibel, die ebenfalls zu sehen sein wird.

Sprachexplosionen

Unter dem Titel „Sprachexplosionen“ fasst die Klassik Stiftung Weimar ab Anfang Mai 2022 einen Parcours zu Ehren der Wortkünstler Goethe, Schiller und Wieland zusammen. Mit Interventionen im Stadtraum, bewusst provokativen Wortprojektionen und Animationsfilmen in verschiedenen Museen, darunter die Dichterwohnhäuser, soll die Neugier gerade beim jungen Publikum geweckt werden. Unter dem Titel „Wieland. Weltgeist in Weimar“ rückt eine Ausstellung im Goethe- und Schiller-Archiv den heute weniger bekannten Schriftsteller ins Licht der Öffentlichkeit. Ab Herbst öffnet das frisch renovierte und mit neu konzipierter Dauerausstellung ausgestattete Wielandgut im zehn Kilometer entfernten Oßmannstedt.

Die Sehenswürdigkeiten der Klassik wie auch die Stätten des Bauhauses, das von Walter Gropius 1919 in Weimarer gegründet wurde, tragen das UNESCO-Welterbe-Zeichen. Insgesamt sind es 14 Ensemble, die deutsche Kunst- und Kulturgeschichte widerspiegeln.

Moderne in Weimar

Die Moderne und die Zeit der Weimarer Republik werden in drei Museen gezeigt. Dort, wo alles begann, wird die Gründungsgeschichte des Bauhauses im gleichnamigen Museum erzählt. In direkter Nachbarschaft hat die Weimarer Moderne eine eigene Schau bekommen: Im Museum Neues Weimar werden die Vorreiter des Bauhauses mit der Ausstellung „Kunst und Design um 1900“ gewürdigt. Dem Aufbruch in die erste deutsche Demokratie von 1919 widmet man sich im „Haus der Weimarer Republik“.

Geprägt ist Weimar aber auch von der Zeit des Nationalsozialismus: Die Erinnerung an die Verbrechen zwischen 1933 und 1945 wird im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald wach gehalten. Rund 500.000 Besucher kommen jährlich in die Gedenkstätte, um neben dem Lager auch die Dauerausstellung „1937 bis 1945“ zu besichtigen.

Große Kunst und leichte Muse

Weimars Gäste sind dennoch nicht nur auf Museumspfaden unterwegs. Große Kunst und leichte Muse, Konzert und Theater, Ausstellungen und Performances wechseln sich ab. Der Festivalreigen wird im April mit den Thüringer Bachwochen eröffnet. In diesem Jahr ersteht in Zusammenarbeit mit der Thüringer Tourismus GmbH während des Festivals eine virtuelle Version der Himmelsburg, der vor mehr als 250 Jahren abgebrannten Schlosskapelle auferstehen, wo Bach musiziert hat. Es folgen das Kleinkunstfestival im Köstritzer Spiegelzelt im Mai und Juni und das Pfingstfestival auf Schloss Ettersburg. Von Juni bis August gibt es im „Weimarer Sommer“ Open-Air-Konzerte auf der Seebühne im Weimarhallenpark oder das Kunstfest Weimar ein. Im Herbst lockt Thüringens ältestes Stadtfest der Weimarer Zwiebelmarkt. Wie die Weimarer Weihnacht ist er beliebter Reiseanlass für Besucher. 
Die Besucher genießen auch die kulinarische Seite der Stadt:  Die Thüringer Bratwurst ist die traditionelle Antwort auf Fastfood & Co, die Thüringer Klöße sind ein Muss. Das Weimarer Bier, der Wein vom Poetenweg – vieles gilt es zu kosten.
 
Tourist-Information Weimar, Tel: +49 3643 745-0, tourist-info@weimar.de  www.weimar.de.

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